{"id":6173,"date":"2013-01-06T11:21:39","date_gmt":"2013-01-06T10:21:39","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.cronicaelectronica.org\/?p=6173"},"modified":"2017-01-05T19:28:55","modified_gmt":"2017-01-05T18:28:55","slug":"eins-bis-sechzehn-reviewed-by-bad-alchemy","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.cronicaelectronica.org\/?p=6173","title":{"rendered":"\u00e2\u20ac\u0153eins bis sechzehn\u00e2\u20ac\u009d reviewed by Bad Alchemy"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.cronicaelectronica.org\/img\/cat\/069-2012-b.jpg\" alt=\"eins bis sechzehn\" \/><br \/>\nEins bis sechzehn (Cr\u00c3\u00b3nica 069~2012) ist durch das 9 x 9 inch-Format und das \u00c3\u00bcppige Artwork eine visuell herausragende Produktion. Sie entstand in Coproduktion mit der KHM \/ Academy of Media Arts Cologne, wo EPHRAIM WEGNER postgradual studiert. Den visuellen Part steuert die Fotografin JULIA WEINMANN bei, von der die 1 + 2 + 3 + 4 + 5 + 1 Motive stammen, die auf 6 Faltb\u00c3\u00b6gen die Schaupl\u00c3\u00a4tze zeigen, in die hier die Imagination eintreten und eintauchen kann. Eintreten insofern, dass es da eine Treppe gibt, die in ein v\u00c3\u00b6llig ruiniertes Hotel f\u00c3\u00bchrt, eins mit Meeresblick zwar, aber nur noch ein ausgeschlachtetes Wrack, von dem die Vandalen l\u00c3\u00a4ngst abgelassen haben, weil nichts mehr geblieben ist au\u00c3\u0178er Schutt und Rost. Oder doch? Weinmann findet dort, durch \u00c3\u0153berlegungen von Marc Aug\u00c3\u00a9 und Foucault sensibilisiert, die Unsch\u00c3\u00a4rfe eines Ortes, der durch Identit\u00c3\u00a4t und Beziehungen charakterisiert ist, und einer Ortlosigkeit, einem Nicht-Ort, der durch Einsamkeit und Austauschbarkeit gepr\u00c3\u00a4gt ist. Wegner, der das l\u00c3\u00a4ngst Ausgeschlachtete noch einmal zertr\u00c3\u00bcmmert, findet dort eine Klangwelt, in der der touristische Trubel einer vergangenen Bl\u00c3\u00bctezeit abgel\u00c3\u00b6st ist durch Vogelgezwitscher, Hundegebell, Verkehrsrauschen und seinen selbst inszenierten Abbruchskrach. Teils sind die Ger\u00c3\u00a4usche genularsynthetisiert, weitestgehend sind sie aber nur Ausdruck eines dystopischen Zerfalls, mal sind sie konkret Wind, der durch die g\u00c3\u00a4hnenden Fensterl\u00c3\u00b6cher faucht, dann nur eine surrende und m\u00c3\u00a4andernde Abstraktion, durch die kleine Irritationen huschen wie M\u00c3\u00a4use. Oder wie paranormale Tonbandstimmen? Wenn hier ein Geist als Genius loci umgeht, dann hegt er offenbar noch einen Groll. Zuletzt tritt man ans Meer, das neue G\u00c3\u00a4ste anlockt, die sich an Verfall und Ruin nicht st\u00c3\u00b6ren. Hauptsache Meer.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eins bis sechzehn (Cr\u00c3\u00b3nica 069~2012) ist durch das 9 x 9 inch-Format und das \u00c3\u00bcppige Artwork eine visuell herausragende Produktion. Sie entstand in Coproduktion mit der KHM \/ Academy of Media Arts Cologne, wo EPHRAIM WEGNER postgradual studiert. 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