{"id":6179,"date":"2013-01-10T09:02:08","date_gmt":"2013-01-10T08:02:08","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.cronicaelectronica.org\/?p=6179"},"modified":"2017-01-05T19:28:55","modified_gmt":"2017-01-05T18:28:55","slug":"eins-bis-sechzehn-reviewed-by-good-friends-with-bad-habits","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.cronicaelectronica.org\/?p=6179","title":{"rendered":"\u00e2\u20ac\u0153eins bis sechzehn\u00e2\u20ac\u009d reviewed by Good Friends With Bad Habits"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.cronicaelectronica.org\/img\/cat\/069-2012-b.jpg\" alt=\"eins bis sechzehn\" \/><br \/>\nEin bisschen Kopfkino, wohlige Hirnsp\u00c3\u00bclungen und morbider Mystizismus: Hauptsache interessant! Findet KRISTOFFER CORNILS \u00e2\u20ac\u201c und widmet sich im sechsten Teil seiner Betrachtungen von Randnummern, Underdogs und Grenzg\u00c3\u00a4ngern den dezenteren T\u00c3\u00b6nen und ihren nachhallenden Effekten.<\/p>\n<p>Die \u00c3\u201esthetik des Alltagsleben hat in den letzten Jahren ein grundlegendes Update erfahren: Das Visuelle regiert. Auf unseren Smartphones grabbeln wir uns mit fahrigen Fingern durch Maps und Memes, lassen uns von bewegten Bildern mehr sagen als tausend Worte das jemals k\u00c3\u00b6nnten. Der Ton landet im Kampf um die Vorherrschaft dieser unserer Popkultur mittlerweile auf dem zweiten Platz, verkommt zum Gimmick \u00e2\u20ac\u201c das Visuelle rules, unumstritten. Die Musik aber reagiert und setzt auf Intermedialit\u00c3\u00a4t, um ihre Message durchzuboxen. So auch im Falle von Eins bis Sechzehn, einer Kollaboration des Klangk\u00c3\u00bcnstlers Ephraim Wegner und der Fotografin Julia Weinmann. Die beiden suchten ihre Synthese jedoch fernab der durchdigitalisierten Schnelllebigkeit und w\u00c3\u00a4hlten \u00e2\u20ac\u201c wie aus Trotz, m\u00c3\u00b6chte man meinen \u00e2\u20ac\u201c Orte des Stillstands als Inspiration f\u00c3\u00bcr ihr gemeinschaftliches Projekt. Die verlassenen Hotels, die Weinmann in minimalistisch-n\u00c3\u00bcchternen Bildern so eindringlich portraitiert hat, repr\u00c3\u00a4sentierten eines Tages eben jenes Leben im Transit, gegen das auch die reduzierten Sounds Wegners einzustehen scheinen.<\/p>\n<p>Sie passen sich nahtlos an die Fotografin seiner Partnerin an, unterstreichen die Trostlosigkeit, die insbesondere die parallel nebeneinander gestellten Bilder von den exakt gleich gebauten, jedoch in unterschiedlichen Graden verwahrlosten Hotelzimmern ausstrahlen. Auch die Collage aus Feldaufnahmen (schlagen da Wellen ans Meer, lacht da eine Touristin?) und trockenen Drones wirkt wie ein klangliches Mahnmal f\u00c3\u00bcr die verringerte Haltbarkeit dieser Nicht-Orte, die wir nur betreten, um unserer Realit\u00c3\u00a4t f\u00c3\u00bcr eine Weile zu entfliehen \u00e2\u20ac\u201c deshalb sind sie den schimmernden Screens unserer Smartphones doch gar nicht so un\u00c3\u00a4hnlich und stellen trotzdem genau das Gegenteil dar. Sch\u00c3\u00b6n, dass man sich eine solch logisch ineinandergreifende Gemeinschaftsarbeit als garantiert dauerhaftes Produkt nach Hause holen kann. Kopfkino einerseits, andererseits auch ein haptisches Vergn\u00c3\u00bcgen!<\/p>\n<p>via <a href=\"http:\/\/kcornils.wordpress.com\/2013\/01\/06\/randnummer-underdogs-grenzganger-vi\/\">Good Friends With Bad Habits<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein bisschen Kopfkino, wohlige Hirnsp\u00c3\u00bclungen und morbider Mystizismus: Hauptsache interessant! 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