{"id":9417,"date":"2005-03-06T05:13:44","date_gmt":"2005-03-06T04:13:44","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.cronicaelectronica.org\/?p=9417"},"modified":"2005-03-06T05:13:44","modified_gmt":"2005-03-06T04:13:44","slug":"v3-reviewed-by-black","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.cronicaelectronica.org\/?p=9417","title":{"rendered":"\u00e2\u20ac\u0153v3\u00e2\u20ac\u009d reviewed by Black"},"content":{"rendered":"<p>Ja, ich gebe zu, nachdem ich Cr\u00c3\u00b3nica zun\u00c3\u00a4chst in die &#8220;Abgehobene Kunst&#8221;-Ecke gesteckt habe, muss ich wohl meine Meinung nach den letzten paar Releases etwas korrigieren. @c kannte ich bisher nur vom &#8220;On Paper&#8221; Sampler, der ebenfalls auf Cr\u00c3\u00b3nica erschienen ist und unter anderem diese CD war Grund f\u00c3\u00bcr meine bisherige Einsch\u00c3\u00a4tzung. Ok, einfache Kost ist &#8220;v3&#8221; auch nicht, jedoch bildet sich nicht st\u00c3\u00a4ndig das gro\u00c3\u0178e Fragezeichen \u00c3\u00bcber dem Kopf, man l\u00c3\u00a4sst sich einfacher von den Kl\u00c3\u00a4ngen gefangen nehmen und kann die Musik einfach nur h\u00c3\u00b6ren, weil sie Musik ist und nicht, weil sich irgendjemand etwas Tiefgr\u00c3\u00bcndiges dabei gedacht hat. Die Aufnahmen auf &#8220;v3&#8221; stammen aus drei Liveauftritten des Projektes, bei denen jeweils andere Line-Ups durch unterschiedliche Gastmusiker vertreten waren. Im Studio wurden diese Aufnahmen nochmals \u00c3\u00bcberarbeitet und neu gemixt, wohl auch etwas miteinander kombiniert, so dass neun Tracks aus Glitches, minimalen Rhythmen, Fiepsen, Zischen und gelegentlichen Eins\u00c3\u00a4tzen von Schlagzeug oder Gitarre entstanden, die nur selten in zu abstrakte und zu verk\u00c3\u00bcnstelte Klangcollagen abdriften. Sonderlob auch an die Videoanimation auf dem Multimediapart der CD, selten sieht man Visuals, die trotz Einsatz minimalster Elemente so beeindruckend sind. So etwas m\u00c3\u00b6chte ich mal zu genau dieser Musik auf gro\u00c3\u0178er Leinwand sehen. (CS)<\/p>\n<p>Improvisation ist immer eine hit-and-miss angelegenheit. Musikalische Momente sind in diesem Kontext schwer auf l\u00c3\u00a4ngere Zeit zu bewahren. Die Momente, wo dies geschieht, sind dann aber meist besonders sch\u00c3\u00b6n, weil sie so unvermittelt erscheinen. Der Laptop Experimentierer @c tritt mit einiger Regelm\u00c3\u00a4\u00c3\u0178igkeit als Duo mit der Videok\u00c3\u00bcnstlerin Lia auf, die dem improvisierten Elektronikgeknackse eine visuelle Seele entlockt, die mir immer sehr poetisch in ihrer verweilenden, schwebenden Art erscheint (diesmal in sch\u00c3\u00b6nen Wei\u00c3\u0178\/Blau Grafiken). Dieses dritte Album pr\u00c3\u00a4sentiert Ausschnitte aus drei Liveauftritten, bei denen sie noch dazu mit Gitarristen zusammenarbeiteten. Da man den Videotrack nicht auf alle St\u00c3\u00bccke beziehen kann, muss man leider wieder nur die Musik allein stehen lassen. Mal erscheint es mir im Duktus und in den Gitarrensounds wie eine geglitchte Version Cabaret Voltaires zu sein, andere Male pulsiert es fast schon minimaltechnoartig durch verwaschene Drones und rauschige Beatechos, dann wieder zerfasert sich das Klangbild in Bruchst\u00c3\u00bccke, die nicht wirklich im Geh\u00c3\u00b6r bleiben wollen und sich an den bekannten Knirsch\/Noise\/Cut-Up Laptopstrategien abarbeiten. Hit and miss eben.(TTM)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ja, ich gebe zu, nachdem ich Cr\u00c3\u00b3nica zun\u00c3\u00a4chst in die &#8220;Abgehobene Kunst&#8221;-Ecke gesteckt habe, muss ich wohl meine Meinung nach den letzten paar Releases etwas korrigieren. @c kannte ich bisher nur vom &#8220;On Paper&#8221; Sampler, der ebenfalls auf Cr\u00c3\u00b3nica erschienen ist und unter anderem diese CD war Grund f\u00c3\u00bcr meine bisherige Einsch\u00c3\u00a4tzung. 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