“Bittersweet Melodies” reviewed by Sonic Seducer

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Clicks’n’cuts, Glitch – da war doch was. Wem die bittersüßen Melodien auf dem elften Studioalbum von Ran Slavin etwas aus der Zeit gefallen erscheinen, liegt damit nicht ganz verkehrt. Das Material, dass Sklavin hier abliefert, was ursprünglich für eine Veröffentlichung auf Mille Plateaux vorgesehen – die bekanntermaßen vor vielen, vielen Jahren recht abrupt ihre Pforten schließen mussten. Dank gebührt somit auch dem Label Crónica, dafür, dass das Album doch noch das Licht der Welt erblicken konnte. Sklavin entführt hier in die Postkartenvariante einer Welt voller Sonne und Verbrechen – Miami Vice lässt grüßen -, gefiltert durch den Blick einer DSP-Junkies mit Hang zum Lofi-esken. Der Sound hakt und stolpert, während zwielichtige Gestalten in der Hotel-Lobby auf die Geldübergabe warten und dann mit dem nächsten Flieger nach Fernost verschwinden. Doch die Angst vorm Erwischtwerden weicht hier der Freude an kreativen Software-Fehlfunktionen. Sascha Bertoncin

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