“Ma·Org Pa·Git Re·Mx” reviewed by Nordische Musik

cronica092-2015_520
Ein Dialog entsteht wiederum durch das nur als Download erhältliche Zusatzalbum »MA.ORG PA.GIT RE.MX«, für das Rishaug elf von ihm bewunderte, internationale Musiker mit Remixen der beiden Stücke beauftragte. So entstanden teils vollkommen andere, reizvolle Electronica-Arbeiten, vorrangig minimalistischer Natur, versteht sich. Empfehlenswert etwa die melodiöse DubTechno-Fantasie von Svalastog oder der zugleich nervöse wie schwebende Retrofuturismus von Phonophani.

Toll auch, wie bei Seaworthy der Gitarrensound zum eingesperrten und immer weiter gefilterten Surren wird und bald im industriellen Serverraum-Dröhnen versandet — oder sich bei Asuna zum zehnminütigen, feingliedrigen Noiseberg auftürmt. Eine rundum gelungene Sache, wobei man sich über Mark Fells 90-minütigen Extrem-Remix zwar durchaus streiten kann, doch das kreative Niveau aller Mitwirkender ist wohl unbestritten. Mit über zweieinhalb Stunden ist dieses Remixalbum rund sechs Mal so lang wie das Original. (ijb)

via Nordische Muzik

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“Ma·Org Pa·Git” reviewed by Nordische Musik

cronica091-2015_520
Lange in der Mache war Alexander Rishaugs Nachfolger des exzellenten »Shadow of Events«. Noch minimalistischer, noch offener, mehr Ambient und Field Recordings und alles in allem weitaus experimenteller als unsere damalige »CD des Monats« ist das Ergebnis der bereits im Januar 2012 aufgenommenen zwei epischen Tracks. Dieses Werk erscheint gleich gar nicht mehr als CD, sondern vor allem als kleine Vinylauflage beim portugiesischen Klangkunst-Label Crónica.

Lassen sich die Stücke, die Rishaug mit leisem Humor in »Ma.Org« (»Mutter Orgel«) und »Pa.Git« (»Vater Gitarre«) aufteilt, problemlos als zeitgemäße Ambient-Kompositionen einordnen und genießen, so sind sie doch eigentlich als Klangforschung von (A) Raum und Hall einer Kirchenorgel und (B) Drone und Obertöne eines alten Röhrenverstärkers in Verbindung mit einer elektrischen Gitarre gemeint. Beides ist nur streckenweise herauszuhören, da größtenteils massiv verfremdet und neu collagiert — eben das macht letztlich den Reiz des Experiments aus. Dass der schwebende Orgelsound im Feedback einer Gitarre ein Gegenüber findet, ist so neu nun zwar nicht, anregend ist es gleichwohl. Doch vermisst man eigentlich einen dritten Track, der die beiden Elemente geschickt in einen direkten Dialog bringt. (ijb)

via Nordische Muzik

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Alexander Rishaug reviewed by DLSO

cronica091-2015_520
Il norvegese Alexander Rishaug è un musicista e produttore dal curriculum lungo e variegato punteggiato da innumerevoli collaborazioni, dimostrazione di mentalità aperta, spirito eclettico e vocazione alla ricerca e alla sperimentazione artistica a tutto campo. Il suo progetto “Ma.Org Pa.Git” (in uscita su label Cronica) consiste di due lunghe tracce rispettivamente dedicate all’esplorazione dell’acustica di un organo da chiesa ed al suono delle sue meccaniche ed alle possibilità sonore offerte dal feedback creato da una chitarra elettrica ed al suo rispettivo amplificatore. Tra drone music e musique concrète, i due brani forniscono anche il materiale grezzo per il cast internazionale di remixers coinvolti nella seconda parte di questo progetto, “Ma.Org Pa.Git Re.Mx” ne è il titolo. Ed è qui che il divertimento comincia. Dall’olandese Machinefabriek con la sua ambient lieve ed onirica al rumorismo del giapponese Tetsuro Yasunaga, dalla cascata di feedback di Seaworthy, dall’introspettività della melodia timidamente accenata da Svalastog alle micro-modulazioni del drone infinito di Mark Fell, tutte le varie anime della sperimentazione sonora vengono rappresentate in questo disco in maniera più che convincente.

via DLSO

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“Insects 4-7” reviewed by Kindamuzik

cronica093-2015_520
Een lijk van je huisdier in de tuin leggen, microfoons erin en eromheen en opnemen geblazen. Zo maakte Russell Haswell een geluidkunstwerk. Chris Watson liet de maden links liggen en nam grote katten op terwijl hij verbleef op de savanne. Hij maakte ook een bijensymfonie. Op het eerste gezicht sluiten deze vier insectenstukken van Lech Nienartowicz en Mateusz Wysocki probleemloos aan en lijken ze zich te schikken naast de beestjesnoise die CM von Hausswolff op een paar ep’s uitbracht.
Het Poolse duo dat werkt onder de naam Porcje Rosolowe werkt echter vanaf de andere kant; net andersom. Oftewel: hier wordt niet gecomponeerd met veldopnames. Zij werken met elektronisch instrumentarium dat gebruikt wordt om complexe en hyperrealistische klankwerelden te componeren die ongelofelijk veel lijken op fieldrecordings van insecten. Mimicry met glitch dus.
Knarsen, ruisend, trippelen, schuren, knagen… Tjilpend als krekels en gravend als mieren door onderaardse tunneltjes: Porcje Rosolowe doet je werkelijk geloven dat je daarnaar luistert. Daar is verdraaid weinig fantasie voor nodig. Sterker nog: je vergeet op slag dat het script geflipt is. En als je dat niet eens weet, waan je je zozeer tussen de insecten dat je er wellicht jeuk van krijgt.
Uit anorganische materie biologisch geloofwaardig werk maken, is een bijna alchemistische droom van menig componist. Deze twee slagen erin die principiële kloof te overbruggen. Alhoewel… Misschien is de grootste verrassing wel dat je je niet afvraagt of Insects 4-7 uit observatie van de diertjes geboren is. De improvisaties van deze twee ingenieurs komt zo dicht in de buurt van wat wij als mensen denken dat insecten aan geluid voortbrengen dat het misschien wel helemaal niets met enige feitelijkheid te maken heeft: manufactured reality in optima forma dus.

Sven Schlijper

via Kindamuzik

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Alexander Rishaug reviewed by Bad Alchemy

cronica091-2015_520
ALEXANDER RISHAUG ist mir bei Possible Landscape (Asphodel, 2004) und Shadow of Events (Dekorder, 2011) als Freilichtmaler von Panoramen und imaginären Landschaften begegnet, den ebenso die minimalistischen Möglichkeiten draußen wie das spezifische Tönen von Innenräumen fas­zinieren. In MA.ORG PA.GIT (Crónica 091~2015, LP) steht das ORG der A-Seite für die Orgel in der Norwegischen Seemannskirche in Rotterdam und das GIT der B-Seite für eine E-Gitarre mit Vox-Limited-Verstärker. Sanft hebt da ein sonores Brummen an, das sich aus statischem Raumklang mit luftigen Antrieb heraus schält. Das Droning verstummt und setzt neu an, wobei die orgelige Mechanik klappernd und schabend hörbar wird und das dann einsetzende Stöhnen und Tuten nicht nur ins Herz einsamer Matro­sen zielt. Der Summton schwillt an, in Demut und Wehmut beginnt ein Ada­gio jetzt sogar zu flöten und zu trillern. Mit zunehmend langgezogenem Legato weiten sich Brust und Raum, so dass Heimat und Fremde unter einem Dach sich wieder nahe kommen. Dem mütterlichen Kirchenton folgt der väterliche Gitarrensound in einer klanglichen Parallelaktion. Mit dunk­lem Bassgebrumm und statischem Rauschen, in das ferne Funkstimmen eher halluzinatorisch als konkret eingemischt scheinen. Auch hier schwillt das Dröhnen an, was unwillkürlich aufrichtend und erhebend wirkt. Durch ein Mehr an Präsenz nicht mehr Meer, sondern mehr Trost. Anfangs nur ein schwacher Trost, aber das sonore und auch harmonisch sanft fluktuieren­de, dabei sogar ein wenig orgelige Dröhnen nimmt zu bis zu einem relativ stabil wirkenden Brausen, auch wenn sich das nicht mehr so sauber vom Grundrauschen abhebt, wie es gläubigere Zeiten noch versprochen hatten.

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