Rutger Zuydervelt & Bruno Duplant’s “L’incertitude” reviewed by Musik an Sich

L’incertitude ist die erste Zusammenarbeit der beiden Experimentalmusiker Rutger Zuydervelt aus den Niederlanden und Bruno Duplant aus Frankreich. Beide haben sich mit Soloarbeiten und Zusammenarbeiten mit anderen Größen des Genres über Jahre einen Namen gemacht und legen nun zwei lang angelegte Stücke mit jeweils um die 23 Minuten Lauflänge vor.

Hauptbestandteil der Tracks sind zu einer Collage zusammengefasste Fieldrecordings, die geschickt über sphärische elektronische Loops und Atmosphären gelegt wurden. Das dritte Element sind Gesprächsfetzen, die dem Ganzen mitunter einen Hörspielcharakter verleihen.

Die elektronischen Spielerein sind zwar experimentell, aber das Duo legt viel Wert darauf, das alles atmosphärisch daher kommt und auch Melodien und Rhythmen Ihren Platz bekommen. So spielen sie mit diesem Album oftmals ähnliche Klänge wie ein Edward Ka-Spel oder dessen Legendary Pink Dots auf den für diese wiederum eher experimentelleren Werken. Aber nicht selten erinnern mich Ideen, Atmosphären oder gar Melodien an eben diese Alben.

Beide Stücke bauen sich wunderbar auf, entwickeln eine packende Atmosphäre und einen wunderbaren Sog, der den Hörer in die ambienten und versponnenen Klänge hineinzieht.

Das Album erscheint nur als Download und in einer Kleinstauflage, die vermutlich bereits vergriffen ist, auf der guten alten Musikkassette. Wolfgang Kabsch

via Musik an Sich

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