“Lectures” reviewed by Bad Alchemy

Lectures
PIOTR KUREKs Lectures (Crónica 042) sind eine elektroakustische Hommage an Cornelius Cardew. Kurek, 1978 in Warschau geboren, ist bisher am ehesten noch für das Projekt Slepcy bekannt. Er war in der glücklichen Lage, seine Musik für Perkussion, diverse Blasinstrumente, Akkordeon und Synthesizer, die er 2007 für eine vom Avantaktivisten Michal Libera organisierte Konzertreihe der innovativen Musik entworfen hatte, mit Cardew-O-Ton mischen zu können. Dazu verhalf ihm Walter Cardew, der Bänder zur Verfügung stellte mit Aufnahmen seines Vaters bei der Probe und beim Vortrag von “Lektionen”. Kureks Musik hier hat teilweise Anklänge an Cardews Treatise. “Tripartite” jedoch kombiniert Kontrabassklarinette mit Vibraphon, Akkordeon, Elektronik und Zweifingerpianoloops. Bei “1963” mischen sich Vinylknackser und zerhaspelte Cardewsätze mit Kureksound, bei dem nun die Grenzen zwischen komponiert, improvisiert und gesamplet verwischen. “Go Up” verkuppelt sehr schön minimalistisches Ticktack mit geblasenen Glissandi und gerappeltem Free Impro-Noise. Bleiben noch die mehrspurigen Akkordeondrones von “Players”, von einer elektronischen Störung durchwellt, und noch einmal mit der Stimme von Cardew, wie er den Spielern ihre Verantwortung klar zu machen versucht.

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