“Ab OVO” reviewed by Freistil

Ab OVO
Düstere Drones schweben in den Raum, in diesem Fall richtig düster und alles andere als optimistisch. ab Ovo ist der Soundtrack zu einem Figurentheaterstück, welches im Teatro de Marionetas do Porto vor rund einem Jahr aufgeführt wurde. @c kommen aus Portugal, und ihre düstere Ästhetik drängt Vergleiche zu David Lynchs Meisterwerk Eraserhead nahezu auf. Dieses Duo sowie Lynch haben das Talent, in ihrem Sound gerade diese Rohheit glänzen zu lassen. In Zeiten, da MusikerInnen ihre Files wahrscheinlich zu neunundneunzig kommairgendwas Prozent im Studio digital nachbearbeiten, klingen Effekte meist sehr sauber, oft zu sauber gesetzt. @c heben sich von dieser Ästhetik ab, klare Strukturen gibt nur eine wummerndere Fläche, rundherum kracht es, als würden die Sounds direkt aus der Hölle entstammen. Bei @c wirkt aber auch ein gewisser Miguel Carvalhais mit, seines zeichens der Betreiber des außergewöhnlichen Crónica-Labels, welches unter anderem auch mit Artists wie Pure, Brigitta Bödenauer und Alexandr Vatagin zusammengearbeitet hat. Im Herzstück 100 wummern die Bässe monoton dahin und werden durchzogen von allerlei Sounds, Klaviere klimpern, die Bassnebelhörner tröten. Die Klänge sausen aus allerlei Ecken, von links und rechts an Körper und Ohren vorbei und hindurch. Ein Klangerlebnis, das mit Lautstärke sich verstärkt und, durch Selbstversuch bewiesen, durch den Magen und Knochen geht! Ein Album und ein Label, die sich definitiv abheben. (mr. ri)

This entry was posted in Reviews and tagged , , , . Bookmark the permalink. Comments are closed, but you can leave a trackback: Trackback URL.
  • Tags

  • Categories

  • Archives