“Positions” reviewed by Westzeit

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“Three Modulators for Trombones” eröffnet diese Platte, eus Stück das 15:32 Minuten lang ist und in der Lage, deine Vorstellung von Musik komplett über den Haufen zu werfen. Weil auch physische Bewegung zum Konzept der Komposition gehört, wäre es nur zu interessant, einer Liveaufführung beiwohnen zu können, wo doch schon die Konserve so eindrucksvoll das Aufeinanderzu — und Voneinanderweg-Gehen — hier allerdings im eher metaphorischen Sinn — verdeutlicht. Verschränkungen klagender Nebelhörner, durchweg in tiefsten Lagen, fürwahr “mindblowing”! Der Holländer Tellinga arbeitet auch in den anderen Stücken von “Positions” mit Raumerfahrungen, so lässt er in “Truth, Exercise for a Listener” die Spieler (Posaune und Kontrabaß) durch das Publikum laufen. Wobei die Zuhörer nicht davon in Kenntnis gesetzt werden, dass die performance schon begonnen hat. “Positions, for those involved” kommt ganz ohne Musiker aus — hier wird allein das Publikum zum Akteur. Großartige KonzeptKunstMuzik, die verblüffenderweise auch als Aufzeichnung sehr gut funktioniert. Karsten Zimalla

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