“Roha” reviewed by Bad Alchemy

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Andreas Trobollowitsch konnte einem schon zu Ohren kommen zusammen mit Johannes Trödel als Nörz und deren “(Also Known As) Acker Velvet” (Schramm, 2009) und als Acker Velvet mit “Carbon & Chairs” (Monotype, 2012). In erstem Fall wurde als sein Instrumentarium Tape, Electric Guitar, Electric Bass, Melodica [Prepared] uns Electronics [Inside Radio, Feedback] gennant. Das ist auch bei ROHA (Crónica 105~2016) gut vorstellbar, auch wenn da nur Drum- und Basssamples als weitere Zutaten gelistet werden. Bei “1’11”” wellt sich zitternd und surrend das Feedback von einem E-Bass. “Ratt” dreht sich klapprig quietschend und zwitschernd als mit einem Vokalsample und Melodica tätowiertes, drahtig-blechern mahlendes Etwas. Bei “tapco” lobt schwerfälliges und knattriges Schlagwerk zu einer surrenden und dröhnenden Klangwand mit Kontrabassingredienzen. Auch “tuul” mischt Bass mit Gedröhn und Schlagzeug in einer Reihe von Schüben. “i.ii.” besteht aus elektroperkussiven Drehungen, gesäumt von klickenden und surrenden Klären und einer spitzen Frequenz. Bei ‘Essbeat’ sind ins elektroperkussiv knarrende und läutende, mühsam angeblasene und mit Minuswelle angestochene Dingding Pianosplitter gestreut. Ein weiteres, von Becken leise beticktes, spitz bedrohtes Spiel mit Kontrabass ist mit seinen Schlagfolgen ‘rain’ getauft. Zuletzt beginnt ‘klavirzinho’ als Innenklaviercymbalum, das sich mehr und mehr in sein Geklöppelt einspinnt, plötzlich abdunkelt und allmählich als gedämpft pochender Trauermarsch verhallt. So manches wird ‘organisch’ gennant und ich weiß nicht so recht warum, hier aber, wenn man sich das einigermaßen hybrid und chimärenhaft vorstellt, schon.