Síria’s “Cuspo” reviewed by Groove


Die Ebenen des Dazwischen sind Orte von Geistern und Erinnerung. Besonders heimgesucht sind Klänge aus obsoleten (im Tech-Jargon: obsoleszenten) Tonträgerformaten wie Schellackplatten oder Chromdioxid-Kassetten. Die aus und mit diesen Medien produzierten „hauntologischen“ Inhalte spiegeln Stimmungen von nostalgisch, melancholisch und morbide bis hin zu düster und unheimlich. Diana Combo aus Porto hat sich unter dem Alias Eosin auf genau solche konzeptuell appropriierenden, hauntologische Klänge aus alten Schellack- und Vinylplatten spazialisisert. Das Tape Cuspo (Crónica) unter Combos anderem Alias Síria führt den dunklen Spuk in das Territorium von Indie-Ambient à la Grouper oder Ekin Fil, also eine Lo-Fi Produktion, viel Hall auf Stimme und Instrumenten sowie ein rauschender und knisternder alter Analogsynthesizer als Soundbasis. Also düstere und introvertiert-verschreckte minimalistische Folksongs aufgenommen mit einer 4-Spur-Bandmaschine im Schwimmbad zwei Häuser weiter. Frank P. Eckert

via Groove

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