
…summarize what you read using only 12 verbs, …record yourself humming all melodies that come to mind, …record yourself saying ‘O’, …say 12 words starting with the letter ‘R’ and try to stay on the ‘rrrrrr’ for as long as possible, …repeat the letter ‘F’ as fast as possible for one minute. Mit 12 solchen Prompts wurde der OAOAO Chor aus Beschäftigten des ORF in Wien zu Verlautbarungen über ihre Wege zur Arbeit angeregt. Daraus mixten MARLA HLADY & CHRISTOF MIGONE dann On And On And Off (C 250), als Klangkunst über die Alltagsroutine des Pendelns, des Zur-Arbeit-Kommens und Heimkehrens. Wobei alles Konkrete daran gleich mehrfach dem Abstraktionsgötzen der Konzeptkunst und der ‘gedachten Musik’ geopfert wird. Vom ‘Chor’ bleiben homöopathische Moleküle und selbst die hört man nur, weil – siehe oben. Nach dem pfiffigen Auftakt im Düsentempo per Mund werden die Mundlaute knarrig rhythmisiert, tönern und metalloid geloopt, zerzischt und zerhaspelt, hinkend abstrahiert und in unkigen Kürzeln abgewürgt, surrig und dröhnend zerschludert, brummig und in Kaskaden entkehlt, vogelig verzwitschert, glucksig zerloopt und aufgerieben, krachig übertobt und eingestampft, im geschlossenen M-M-Mund zerknattert, nochmal liquid zerläppert und zerploppt und zuletzt albtraumpanisch in Metallfässern im Meer versenkt. 12 Varianten gekonnter Musique concrète, doch wenn mein Leben davon abhinge, zu erkennen, dass es um „A life on transit, a life in transit“ geht, wäre ich verloren. Denn was anderes als „it goes on and on and on and on and on?“ könnte ich nicht stammeln. [BA 134 rbd]
via Bad Alchemy
