“strings.lines” reviewed by Freistil

strings.lines
Der kanadische Klangkünstler Nicolas Bernier besitzt eine Vorliebe für alte und vergessene Objekte, wie etwa Stimmgabeln. Die Musik von “String.Lines” basiert auf Improvisationen und Klangexperimenten mit eben diesen. Stimmgabeln stellen für Bernier Instrumente dar, welche sich an den Grenzen zwischen elektronischer und instrumentaler Musik bewegen, was an dieser CD teilweise hörbar gemacht wird. Neben Stimmgabeln und Elektronik integrierte Bernier außerdem zwei Instrumentalisten Pierre-Yves Martel (Viola da Gamba) und Chris Bartos (Violine), in dieses Projekt mit ein. Die instrumentalen Linien der beiden Musiker bilden eine guten musikalischen Gegensatz zu der teils dominanten Elektronik; sie besitzen jedoch leider einen eher statischen und farblosen Klangcharakter und wirken manchmal sehr “romantisch”. Die ersten Tranks des Albums klingen für meinen Geschmack leider ein wenig zu wahllos und zu intransparent, um die zugrunde liegende Idee des Ganzen wirklich nachvollziehen zu können. Der letzte Trank rundet die CD jedoch gut ab, dank einer eingängigen Basslinie, die hier in den Vordergrund tritt. Naja, schade, dass Bernier seine Ideen hier nicht ein wenig klarer und funkelnder umgesetzt hat.

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